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01. Februar 2019 12:50 Alter: 14 Tage

Kategorie: Regionale Schule, Aktuelles

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Ich kann kochen

Von: F. Rosenkranz

Riechen, spüren, ausprobieren, schmecken, erfahren – Kochkurse der Sarah Wiener Stiftung im Rahmen des VHS/GTS Angebotes

Es duftet durch das gesamte Schulhaus und immer wieder stecken Lehrer ihre Köpfe durch die Küchentür, um zu sehen, was heute gekocht wird.

Caroline rührt des Dessert an, Lara deckt den Tisch und die anderen Kinder schnippeln fleißig Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln. Heute sind alle aufgeregt, denn es wird der Abschluss des Kochkurses gefeiert. Dazu haben die Kochkinder die Lehrerinnen eingeladen, um sie mit einem Drei Gänge Menü zu begeistern. Sie können sich dadurch ein Bild davon machen, was wöchentlich gelernt wurde. Tatkräftige Unterstützung erhalten die Mädchen und Jungen von ihrer Schulsozialarbeiterin, eine der drei Genussbotschafter*innen an unserer Schule. Bereits vormittags zog ein verführerischer Duft durch die Flure. Doch nicht nur an diesem Tag ist der Duft verlockend. Jede Woche wird geschnippelt, ausprobiert und geschmeckt, denn es finden Kochkurse im Rahmen des VHS und GTS Angebotes statt.

Kochkurse für Schüler gab es schon lange an dieser Schule. Doch vor etwa zwei Jahren entschloss man sich, sich an den Ideen der Sarah Wiener Stiftung „Ich kann kochen“ zu orientieren. Vorab wurden dafür drei Genussbotschafter*innen ausgebildet und seitdem werden überwiegend Rezepte der „Ich kann kochen“ Initiative gekocht.

Das Projekt „Ich kann kochen“ ist eines der verschiedenen Projekte der Sarah Wiener Stiftung. Dabei steht das gemeinsame Erleben an erster Stelle. Zwei Grundsätze sind der Initiative wichtig: die eigene Erfahrung macht das Wissen über unsere Ernährung deutlich und Ernährungsbildung beginnt frühestmöglich, denn unser Essverhalten in den frühen Lebensjahren ist entscheidend und prägend für unser Leben. Somit richtet sich dieses Projekt vorwiegend an Kindergärten und Schulen. Dazu werden durch die Stiftung Genussbotschafter ausgebildet, die dann als Multiplikatoren in den Bildungseinrichtungen Kinder für eine gesunde, vielfältige und bewusste Ernährung begeistern können. Die Küche wird somit zum Bildungsort.

Das Konzept begeistert, denn es passt hervorragend zum Verständnis unseres engagierten Natur- und Umweltbewusstseins als „Grüne Schule“. Außerdem freut es uns, dass Kinder wöchentlich dafür sensibilisiert werden, dass Kochen Freude bereiten kann und wie sie zudem auf eine gesunde Ernährung achten können. Dabei liegt der Fokus auch immer wieder auf der Verwendung von frischen Zutaten, das heißt es werden kaum Fertigprodukte eingesetzt und es werden nach Möglichkeit regionale und Bio-Produkte verwendet.

Da der wöchentliche Duft in die Nasen der Lehrerinnen zog und immer wieder gefragt wurde, ob man probieren könne, entstand die Idee, ein Drei Gänge Menü für sie zu kreieren. Dazu musste sich erst einmal im Vorfeld geeinigt werden, welche Gerichte denn in der kurzen Zeit gekocht werden könnten. Nach der Entscheidung musste geplant werden, wer übernimmt welche Zuständigkeiten in der Küche und wer bedient die Lehrer ? So kann jeder seine Fertigkeiten und Interessen ausprobieren. Vier Kolleginnen hatten sich zu dem Essen angemeldet und wurden von allen Koch-Kindern mit dem „Gruß aus der Küche“, einem selbstgebackenen Roggen-Weizenbrot mit selbstgemachten Schmalz begrüßt. Dann wurde es hektisch in der Küche, denn jeder Handgriff musste sitzen. Es folgte eine Möhren-Ingwer-Kokossuppe und danach der Hauptgang, Frikadellen auf Kartoffel-Möhren-Stampf mit einem Wintersalat serviert. Und obwohl nichts mehr in die zuvor noch hungrigen Mägen reinpasste, gab es noch Platz für das Dessert, einer Joghurt-Himbeer Speise. „Dessert geht immer“, so die Meinung der Gäste. In der Küche kommen nun auch die Kinder zur Ruhe und können sich selbst an dem Menü stärken.

Mit einem großen Applaus wurden alle Kinder zum Schluss bedacht. Diese Wertschätzung zu erfahren, stärkt Kinder ungemein.

„Meine Mutti meint, ich kann nicht kochen.“, so eine Teilnehmerin. „Da kannst du ihr jetzt mitteilen, dass das nicht stimmt.“, denn was die Kinder hier wöchentlich gelernt habt, hat gezeigt, dass in jedem ein Koch stecken kann. Man muss sich nur auf (die eigene) Entdeckungsreise begeben. Das Ansinnen der „Ich kann kochen“ Initiative ist auch in unserer Schule angekommen: Das Kochen „gemeinschaftlich und sinnlich erlebbar machen“.

 

 

Bilder: Fr. Vater


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